Bericht zur Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe

Soziale Kontrolle – Kooperation – Emanzipation
Impulse von Selbstorganisation(en) für eine kritische Soziale Arbeit

Am 26.10.2022 startete die Veranstaltungsreihe „Soziale Kontrolle – Kooperation – Emanzipation. Impulse von Selbstorganisation(en) für eine kritische soziale Arbeit“ des Arbeitskreises kritische Soziale Arbeit im Nachbarschaftshaus Urbanstraße. In unserer Veranstaltungsreihe möchten wir zu einem Dialog zwischen Selbstorganisationen bzw. Betroffeneninitiativen und Praktiker*innen/ Studierende und der Sozialen Arbeit einladen. In der Auftaktveranstaltung wurde über das Verhältnis von der institutionalisierten Sozialen Arbeit zu sozialen Bewegungen und Selbstorganisationen diskutiert.

Jetzt die ausführliche Mitschrift der Veranstaltung herunterladen!

In der nächsten Veranstaltung am 22.11.2022 (17:00-19:00 Uhr) sind Vertreter*innen der Erwerbsloseninitative BASTA! als Referent*innen zu Gast. Nach einem kurzen Input durch BASTA! möchten wir dann in den Austausch kommen, unter anderem über die Kritik und Erwartungen an die Soziale Arbeit aus Perspektive von Selbstorganisationen/ (ehemaligen) Klient*innen, sowie Formen/ Möglichkeiten bzw. Gefahren einer Kooperation oder mögliche Räume für gemeinsame Kämpfe.

Wir freuen uns über Impulse für eine Praxis und einen Diskurs der kritischen Sozialen Arbeit einen regen Austausch!

Veranstaltungsreihe: Soziale Kontrolle – Kooperation – Emanzipation

In unserer Veranstaltungsreihe möchten wir zu einem Dialog zwischen Selbstorganisationen bzw.
Betroffeneninitativen mit Praktiker*innen und Studierenden der Sozialen Arbeit einladen. Ziel der Veranstaltung ist es, die Forderungen der Initiativen und Aktivistinnen in eine kritische Reflexion der
Praxis der Sozialen Arbeit einzubringen und sich der Frage anzunähern, wie Soziale Arbeit ihren
emanzipativen Anspruch gerecht werden kann und eine gemeinsame Aufgabenbewältigung gelingen kann.


Zum Hintergrund
Soziale Arbeit bewegt sich in ihrer Praxis in einem widersprüchlichen Verhältnis von Emanzipation und
Herrschaft. Ein Ausdruck der Selbstermächtigung und Emanzipation von (ehemaligen) Nutzerinnen der Sozialen Arbeit liegt in ihrer Selbstorganisation. Dabei befindet sich Soziale Arbeit in einem ambivalenten Verhältnis zu Selbstorganisationen und Betroffeneninitiativen: Zum einen gerät sie selbst in die Kritik dieser Gruppen, da ihre Praxis Herrschaftsformen aufrechterhält und stärkt. Zum anderen sollte es im Sinne einer „Praxis gemeinsamer Aufgabenbewältigung“ (Eberhard Mannschatz 2010) eine Kooperation und Unterstützung dieser Gruppen durch Ressourcen und Strukturen geben. Schließlich arbeitet die Soziale Arbeit noch viel zu häufig für ihre Adressatinnen, statt mit ihnen (Kunstreich 2020).

Flyer als PDF (gerne an Interessierte weiterleiten):


Wer wir sind:

Der AKS Berlin ist ein offener Zusammenschluss von Praktiker*innen, Lehrenden und Studierenden aus der Sozialen Arbeit sowie ihren Bezugswissenschaften.

Uns verbindet der Wille zur Überwindung von Verhältnissen, die von Herrschaft und Unterdrückung geprägt sind. Wir erheben Einspruch gegen deren Aufrechterhaltung, an der auch die Soziale Arbeit aktiv beteiligt ist, und wehren uns gegen die Vereinnahmung unserer Berufspraxis. Wir stehen für die Entwicklung und Etablierung einer alternativen sozialarbeiterischen Praxis, die kritische Reflexion der Bedingungen selbiger und politische Aktivitäten Sozialer Arbeit.

Interessierte, die sich von unseren grundlegenden Zielen angesprochen fühlen, sind herzlich eingeladen sich beim AKS Berlin zu beteiligen.

Offenes Plenum: Mittwoch den 12.10., 20 Uhr

Scham, Armut und Klassismus – Diskussion zur Rolle der Sozialen Arbeit

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte,

Hiermit möchten wir euch zu unserem nächsten Plenum, am Mittwoch, den 12.10.2022 um 20 Uhr einladen.

Im offenen Plenum wollen wir uns mit Emotionen, insbesondere Scham, im Zusammenhang mit Klassismus beschäftigten. Das Thema ist angeregt von der Workshopreihe des Museums des Kapitalismus zu Klassismus und internationaler Klassenpolitik. Bei einer Diskussion im Rahmen der Reihe wird auch der AKS vertreten sein. Die Grundlage für das Plenum bietet ein Text über die feministisch-materialistische Staats-und Demokratietheorie, in dem u.a. auch das Affekt-Konzept thematisiert wird.

Wie wird Emotionalität zum Erhalt patriachaler und kapitalistischer Unterdrückung und Klassenpolitik eingesetzt? Kann sie auch ein Schlüssel zur Emanzipation sein? Welche Funktion hat Care-Arbeit in der neoliberalen Praxis? Und was ist die Rolle der Soziale Arbeit dabei? Welche Möglichkeiten und Perspektiven gibt es? Wir freuen uns auf den Austausch über diese und weitere Fragen.

Wir treffen uns im Wedding, den genauen Ort erfahrt ihr bei der Anmeldung, ebenso die Textgrundlage für die Diskussion. Wir bitten um eine Voranmeldungen per Mail (aks-berlin@posteo.de).

Aktuelle Informationen gibt es auch über unseren Twitter Kanal @berlinaks oder auf Instagram @aks_berlin

Solidarische Grüße!

Nächstes Plenum am Mittwoch, 10.08.2022, 20.00 Uhr (2G, mit Voranmeldung)

Konfliktanalysen als Element kritischer Sozialarbeit – Diskussion zum Buch und Thema

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte,

Hiermit möchten wir euch zu unserem nächsten Plenum, am Mittwoch, den 10.08.2022 um 20 Uhr einladen.

Im letzten Plenum haben wir uns anlässlich der Neuerscheinung „Konfliktanalysen als Element kritischer Sozialarbeit“ von Ulrike Eichinger und Barbara Schäuble (Hrsg.) mit dem Thema Konfliktanalysen beschäftigt. Beim nächsten Plenum, am 10.08.2022 soll dies nochmal zum Thema werden. Wir freuen uns, dass voraussichtlich auch Ulrike Eichinger und Barbara Schäuble beim Plenum teilnehmen und mit uns in den Austausch kommen wollen.

Wir treffen uns im Wedding, den genauen Ort erfahrt ihr bei der Anmeldung, ebenso die Textgrundlage für die Diskussion. Wir bitten um eine Voranmeldungen per Mail (aks-berlin@posteo.de).

Aktuelle Informationen gibt es auch über unseren Twitter Kanal @berlinaks oder auf Instagram @aks_berlin

Solidarische Grüße!

Nächstes Plenum am Mittwoch, 13.07.2022, 20.00 Uhr (2G, mit Voranmeldung)

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte,

hiermit möchten wir euch gerne zu unserem nächsten Plenum im Juli einladen.

Dieses Mal möchten wir uns anlässlich der Neuerscheinung „Konfliktanalysen als Element kritischer Sozialarbeit“ von Ulrike Eichinger und Barbara Schäuble (Hrsg.), dem Thema Konfliktanalysen annähern. Konflikte sind ein genuiner Bestandteil der sozialarbeiterischen Praxis. Was kann aus ihnen über die Bedingungen unserer Gesellschaft sowie den Arbeits- und Organisationsbedingungen der Sozialen Arbeit geschlussfolgert werden? Wie entsteht „Konfliktfähigkeit“ und wie können Konflikte für eine kritische Praxis der Sozialen Arbeit nutzbar gemacht werden um den Möglichkeits- und Handlungsspielraum zu erweitern?

Wir freuen uns über den Austausch über diese und weitere Fragen!
Wir treffen uns im Wedding, den genauen Ort erfahrt ihr bei der Anmeldung, ebenso die Textgrundlage für die Diskussion. Wir bitten um eine Voranmeldungen per Mail (aks-berlin@posteo.de).

Solidarische Grüße,

AKS Berlin

P.S.: Folgt uns für Informationen gerne auch auf Twitter @berlinaks oder auf Instagram @aks_berlin!

Nächstes Plenum am Mittwoch, 08.06.2022, 20.00 Uhr (2G, mit Voranmeldung)

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte,

beim nächsten Plenum, am 08.06.2022, geht es um Soziale Arbeit und soziale Bewegungen.

Ausgehend von unseren Diskussionen über Selbstorganisation (z.B. im Rahmen von Betroffenenorganisationen) wollen wir in diesem Plenum mit euch über das Verhältnis der Sozialen Arbeit zu sozialen Bewegungen ins Gespräch kommen. Die Geschichte der Sozialen Arbeit ist eng mit sozialen Bewegungen verwandt. Jedoch handelt es sich um ein spannungsreiches, widersprüchliches Verhältnis. So steht die Soziale Arbeit, als Praxis einer neoliberalen Gesellschaft, im Widerstreit zu vielen sozialen Bewegungen. Daher möchten wir mit euch diskutieren: Wie kann eine kritische Praxis der Sozialen Arbeit in Hinblick auf soziale Bewegungen aussehen? Welche Proteste und Bewegungen erleben wir heute und wie positioniert sich die Soziale Arbeit dazu? Kann die Soziale Arbeit nach wie vor als „Trägergruppe“ für Protestbewegungen dienen? Für die Diskussion haben wir einen Text ausgewählt, den wir euch nach der Anmeldung zuschicken.

Wir freuen uns über den Austausch über diese und weitere Fragen!

Wir treffen uns im Wedding, den genauen Ort erfahrt ihr bei der Voranmeldung (hierfür bitte eine Mail an aks-berlin@posteo.de).

Solidarische Grüße,

AKS Berlin

Nächstes Plenum: Mi 11.05.22, 20 Uhr (!), (2G+ und Voranmeldung)

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte,

in unserem Plenum im April haben wir uns mit der Arbeit des Weglaufhauses Berlin befasst und daher die Diskussion zum unteren Thema auf das Plenum im Mai verlegt. Daher laden wir erneut zum Thema Institutionalisierung und De-Institutionalisierung ein.

Was bedeuten die (De-)Institutionalisierung für die (kritische) Soziale Arbeit und unter welchen Voraussetzungen sind Alternativen zur anstaltsmäßigen Unterbringung, Behandlung und Kontrolle möglich? – wir freuen uns über den Austausch über diese und weitere Fragen.

Wir treffen uns im Wedding, den genauen Ort erfahrt ihr bei der Anmeldung, ebenso die Textgrundlage für die Diskussion. Wir bitten um eine Voranmeldungen per Mail (aks-berlin@posteo.de). Nach der Anmeldung erhaltet ihr von uns die genaue Adresse und den Hinweis auf das Hygienekonzept. Bitte beachtet: Es gilt, neben den üblichen Hygieneregeln, 2G+. Bringt also bitte einen entsprechenden Nachweis mit.

Solidarische Grüße,

AKS Berlin

Nächstes Plenum am Mittwoch, 13.04.2022, 19:15 Uhr (2G+ und Voranmeldung)

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte,

ausgehend von unseren Diskussionen über Selbstorganisation (z.B. im Rahmen von Betroffenenorganisationen) wollen wir im offenen Plenum über (De-)Institutionalisierungsprozesse diskutieren. Als Diskussionsgrundlage möchten wir einen Text nutzen, der Hinweise zu der Funktion von Institutionen für Gesellschaft und Organisationen (der sozialen Arbeit) gibt.

Was bedeuten die (De-)Institutionalisierung für die (kritsiche) Soziale Arbeit und unter welchen voraussetzungen sind Alternativen zur anstaltsmäßigen Unterbringung, Behandlung und Kontrolle möglich? – wir freuen uns über den Austausch über diese und weitere Fragen.

Wir treffen uns im Wedding, den genauen Ort erfahrt ihr bei der Anmeldung, ebenso die genaue Textgrundlage für die Diskussion. Wir bitten um eine Voranmeldungen per Mail (aks-berlin@posteo.de). Nach der Anmeldung erhaltet ihr neben der Adresse und dem Text auch den Hinweis auf das Hygienekonzept. Bitte beachtet: Es gilt, neben den üblichen Hygieneregeln, 2G+.

Solidarische Grüße,

AKS Berlin

100 Milliarden für Soziales und praktische Solidarität mit ALLEN geflüchteten Menschen!

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte,

angesichts des Krieges in der Ukraine und seiner aktuellen und möglichen zukünftigen (globalen) Folgen haben wir im AKS Berlin in den letzten Wochen viel diskutiert. In einer gemeinsamen Stellungnahme möchten wir uns zu verschiedenen Aspekten der jetzigen Situation positionieren:

  • Das Leid der Menschen in der Ukraine
  • Der Rüstungsetat, die „Friedensdividende“ [sic!], die Schuldenbremse und die Folgen für den Sozialstaat (I + II)
  • Der Umgang mit geflüchteten Menschen (nicht nur aus der Ukraine) und Rassismus (III)
  • Die Gefahr einer Welternährungskrise (IV)

Wenn Ihr euch engagieren möchtet (durch Mitarbeit oder Sach- bzw. Geldspenden), findet Ihr außerdem Hinweise auf verschiedene Initiativen, die aktuell Hilfe für Geflüchtete in Berlin organisieren.

Solidarische Grüße,
AKS Berlin