Corona-Krise und Soziale Arbeit // Call 4 Participation

Liebe Mitstreiter*innen,

leider ist es aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich zu sagen, wann wieder ein Plenum des AKS Berlin stattfinden wird. Trotzdem wollen wir Euch gerne zur Mitarbeit aufrufen:

Wir wollen Informationen darüber zusammentragen, wie sich die Corona-Krise auf Eure Arbeitsbedingungen und die Lebensrealität von Nutzer*innen derzeit auswirkt. Unser Ziel ist, einen Überblick über die Auswirkungen auf die verschiedenen Praxisbereiche der Sozialen Arbeit zu bekommen – egal ob Kinder- und Jugendhilfe oder Eingliederungshilfe oder…

Die Anforderungen an die Soziale Arbeit waren bereits vor der jetzigen Krise enorm und brachten Praktiker*innen an Grenzen. Wir gehen davon aus, dass die Corona-Krise diese alltägliche Krise weiter zuspitzt bzw. zuspitzen wird. Für eine genauere Bestandsaufnahme rufen deswegen Sozialarbeitende und Nutzer*innen dazu auf, uns Eindrücke aus ihrer Berufspraxis per Mail zuzuschicken: aks-berlin@posteo.de

Im nächsten offenen Plenum wollen wir Eurer Material bzw. Eure Erfahrungen – anonymisiert – diskutieren. Wenn Ihr uns Euer Einverständnis gebt, würden wir einzelne Aussagen auf unserer Homepage veröffentlichen (ebenfalls anonymisiert).

Folgende Fragen könntet Ihr z.B. in eurer Mail beantworten:

  • Welche Maßnahmen wurde von Trägerseite getroffen? Wurde schnell reagiert?
  • Wie wurde die Veränderungen mit den Nutzer*innen (bzw. mit Euch) diskutiert? Wurden sie (bzw. Sie) einbezogen und wurde die Situation und die Krise verständlich gemacht?
  • Haben sich bestehende Probleme (z.B. zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung oder zwischen Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen) zugespitzt?
  • Welche Mängel wurden in der Krise noch deutlicher als sonst?

Wir wollen einen Eindruck gewinnen, welche Auswirkungen die derzeitige historisch einzigartige Situation auf die Soziale Arbeit hat und ob – und wenn ja, welche – Lehren aus ihr gezogen werden können. Evtl. lassen sich aus den Beiträgen auch Forderungen ableiten, die an zuständige Stellen gerichtet werden könnten (ähnlich wie bei der „Jugendhilfe Reklamat!on“-Kampagne des DBSH).

Lasst uns die Chance in der Krise nutzen und für positive Veränderungen streiten, die über die Zeit der Pandemie hinauswirken. Wir würden uns über Eure Mitarbeit oder Unterstützung freuen.

Vielen Dank für Euer Interesse und bleibt gesund!

AKS Berlin

ACHTUNG: Ausfall der Termine im März!

Liebe Interessierte und Mitstreiter*innen,

der DBSH hat sich aufgrund der aktuellen Pandemie dazu entschlossen, den Internationalen Tag der Sozialen Arbeit am Dienstag den 17.03. abzusagen. Eine ausführliche Stellungnahme des DBSH findet ihr hier.

Auch wir haben uns entschlossen, unser Plenum am Montag den 16.03. abzusagen. Dabei teilen wir die Einschätzung des DBSH zum Schutz von Nutzer*innen und zum Erhalt der Handlungsfähigkeit der Profession, die durch Maßnahmen wie eine häusliche Quarantäne vorübergehend verloren ginge. Wir hoffen auf euer Verständnis.

Solidarische Grüße vom AKS Berlin

Termine im März (16.03. und 17.03.)

Liebe Interessierte und Mitstreiter*innen,

Am Dienstag den 17.03. wird der AKS Berlin sich auf einer Abendveranstaltung des DBSH anlässlich des Internationalen Tag der Sozialen Arbeit vorstellen. Mehr Informationen findet Ihr hier.

Einen Tag vorher, am Montag den 16.03., findet unser Plenum statt. Thematisch gibt es bisher einige Schwerpunkte:

– Präsentation des AKS Berlin beim Internationalen Tag der Sozialen Arbeit (Besprechung, Planung)

– Stellungnahme zum Bundesteilhabegesetz (BTHG)

– Aktueller Stand zum Handlungsleitfaden

unser nächstes Plenum findet am Montag den 16.03. statt. Wir treffen uns um 18.30 Uhr im Café der Kulturfabrik in Moabit (Lehrter Straße 35, 10557 Berlin).

Wir freuen uns darauf Sie/ Dich/ Euch kennenzulernen bzw. wiederzusehen!

Plenum am 21.01., 18 Uhr in Moabit

Liebe Interessierte und Mitstreiter*innen,

wir laden zum ersten Plenum im Jahr 2020 ein.
Thematisch werden wir uns der überarbeiteten Fassung des Handlungsleitfadens zuwenden. Da dieser langsam eine konkrete Form annimmt, sollen auch Fragen zur grafischen
Gestaltung, zum Layout und zur Verbreitung geklärt werden. Weiterhin planen wir nochmals zum Thema Bundesteilhabegesetz zu diskutieren. Hierzu schlagen wir vor, die Frage der Partizipation von Nutzer*innen in den Fokus zu stellen (siehe Plenumseinladung zum 26.11.).
Gerne könnt ihr auch Themen mitbringen, die ihr diskutieren wollt.

Wir freuen uns auf Euch!
AKS-Berlin

AKS Plenum
Di 21.01. um 18 Uhr
im Eckladen Bugenhagenstr. 16/ Bredowstr. 8, 10551 Berlin (U Turmstr.)

Plenum am 26.11., 18 Uhr in Moabit

Liebe Interessierte und Mitstreiter*innen,
wir laden ende November zum offenen Plenum ein.
Gerne würden wir mit Euch den Entwurf unseres „Handlungsleitfaden für verbale Auflehnung am Arbeitsplatz“ diskutieren. Dessen Ziel ist es, Praktiker*innen bei eingreifendem Handeln in der Berufspraxis zu unterstützen – auch im Hinblick auf Ohnmachtsgefühle, Überforderung und dem Erleben belastender Situationen im beruflichen Alltag.
Zudem stellt sich die Frage, welches Thema bzw. welche Themen wir im AKS Berlin als nächstes gemeinsam bearbeiten wollen. Hierzu sind wir auf eure Anregungen und Ideen gespannt und laden zur Mitarbeit ein.
Eine Idee, die im Raum steht, wäre die Beschäftigung mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG). Hierzu gab es bei den letzten Treffen angeregte Diskussionen; z.B. zu der Frage, wie die Praxis die gegenwärtige Entwicklung aufgreift: Wie und wo werden Umweltfaktoren berücksichtigt? Gibt es Möglichkeitsräume für eingreifendes Handeln und wenn ja, wo sind sie zu verorten und was brauchen wir als Sozialarbeiter*innen, um uns mit und parteilich für unsere Nutzer*innen zu engangieren/ positionieren? Und wie steht es um den Aspekt der „Partizipation“ von Nutzer*innen?
Wir freuen uns auf Euch!
AKS Plenum
Di 26.11. um 18 Uhr
im Eckladen Bugenhagenstr. 16/ Bredowstr. 8, 10551 Berlin (U Turmstr.)

Plenum am 21.05., 18.30 in Moabit

Liebe Interessierte und Mitstreiter*innen,
wir möchten Euch herzlich zum nächsten Plenum am Dienstag 21.5. um 18.30 Uhr in Moabit einladen.
Thematisch wollen wir uns austauschen über die aktuellen Entwicklungen im Zuge des Bundesteilhabegesetz einerseits und zudem darüber, welche Bedingungen erforderlich sind damit Partizipation von Nutzer*innen in der Praxis/ in institutionellen Begleitkontexten ernsthaft gelingen kann und nicht nur zur Phrase, zum bloßen Label firmiert.
Wird alles so bleiben wie bisher, oder wird sich die Lage von Nutzer*innen unter bürokratischem Ballast noch weiter verschlechtern? Eröffnet das Bundesteilhabegesetz progressive Handlungsspielräume für Nutzer*innen und Sozialarbeitende um im Rahmen der ICF auch strukturelle Barrieren (Kontext-/ Umweltfaktoren) als Gegenstand von Praxis auf Grundlage einer berufsethischen Verpflichtung in den Blick zu nehmen? Schafft es das Bundesteilhabegesetz den von der UN-Behindertenrechtskonvention geforderten ‚Paradigmenwechsel‘ angemessen vorzubereiten bzw. umzusetzen?
Ob BTHG oder nicht, Partizipation von Nutzer*innen gewinnt aber gerade durch das BTHG an Relevenz für die Sozialarbeitslandschaft. Wir wollen daher danach fragen, welchen Stellenwert die Partizipation von Nutzer*innen gegenwärtig in der Praxis Sozialer Arbeit einnimmt, perspektivisch einnehmen soll und welche – insb. institutionellen – Bedingungen eigentlich erforderlich wären, damit Partizipation von Nutzer*innen gelingen kann.

AKS-Plenum im Mai
Dienstag, 21.5.2019 – 18.30 Uhr
Eckladen Jagowstr. 25/ Alt-Moabit 76, 10555 Berlin